Kunststoffverarbeitung Reich: Sanierung über Insolvenzplan erfolgreich abgeschlossen


Kunststoffverarbeitung Reich: Sanierung über Insolvenzplan erfolgreich abgeschlossen


Das Pürgener Traditionsunternehmen Kunststoffverarbeitung Reich GmbH hat sich in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich im Rahmen eines Eigenverwaltungs- und Insolvenzplanverfahrens saniert.

 

Die Gläubiger haben den Sanierungsplan des Unternehmens im Januar angenommen. Das Amtsgericht Augsburg hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bereits Ende März 2017 aufgehoben.
 

Die Kunststoffverarbeitung Reich GmbH, die auch unter dem Markennamen „Reich Tank“ bekannt ist, gehört mit eigenem Produktionsstandort in Pürgen und rund 50 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern von Behältern aus glasfaser-verstärktem Kunststoff; die Produkte von Reich Tank kommen insbesondere als Salzlagersilos und Soletankanlagen, aber auch in vielen anderen Bereichen im Anlagenbau, in der Industrie und in der Landwirtschaft zum Einsatz. Nach einem Forderungsausfall hatte Reich Tank im Februar 2015 Insolvenzantrag gestellt und die Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Augsburg hatte in der Folge den Sanierungsexperten und Fachanwalt für Insolvenzrecht Dr. Matthias Hofmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann zum Sachwalter bestellt. Für die Beratung von Reich Tank und die Umsetzung des Insolvenzplankonzepts zeichnete Thomas Planer von der Unternehmensberatung Planer & Kollegen verantwortlich.

 

Im Rahmen des angestoßenen Sanierungsprozesses konnten Geschäftsführer Ralph Breiltgens und der Sanierungsberater Thomas Planer operative Sanierungsmaßnahmen umsetzen. Eine Vielzahl rechtlicher und wirtschaftlicher Problemfelder wurden im Lauf des mit zwei Jahren überdurchschnittlich lange dauernden Eigenverwaltungsverfahrens gelöst. Parallel zur operativen Sanierung konnte mit der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft ein neuer Investor für das Unternehmen gefunden werden, der einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des Insolvenzplans und zur Befriedigung der Gläubiger leisten wird. Mitte Januar 2017 haben die Gläubiger des Unternehmens über den von Reich Tank und dessen Berater vorgelegten Insolvenzplan abgestimmt und diesem einvernehmlich zugestimmt. Ende März erfolgte schließlich die Aufhebung des Eigenverwaltungsverfahrens.

 

Der Sachwalter Dr. Hofmann äußert sich positiv über den Abschluss des Insolvenzplanverfahrens: „Die Restrukturierung von Reich Tank konnte mit einem für alle Beteiligten sehr guten Ergebnis und mit der Erwartung einer nennenswerten Quote zugunsten der Gläubiger abgeschlossen werden. Das Unternehmen steht nach dem Insolvenzplan gesund da und stellt sowohl für Kunden, als auch für Lieferanten einen attraktiven Geschäftspartner dar.“, so Hofmann.

 

Auch der Geschäftsführer und alte, wie neue Mehrheitsgesellschafter von Reich Tank, Ralph Breiltgens, zieht ein positives Resümee: „Wir freuen uns sehr, den Sanierungsprozess erfolgreich abgeschlossen zu haben. Dem Sachwalter Dr. Hofmann und seinem Team gilt unser Dank für die zielgerichtete Unterstützung sowie die fachlich sehr fundierte Begleitung über den gesamten Verlauf des Verfahrens.“

 

Mit der Eigenverwaltung nutzte Reich Tank die seit dem Jahr 2012 vom Gesetzgeber gestärkten Möglichkeiten einer Überwindung von Unternehmenskrisen mithilfe insolvenzrechtlicher Sanierungsinstrumente. Dazu erstellen das Unternehmen und seine Berater unter der Aufsicht und in Begleitung eines Sachwalters einen Insolvenzplan, dem die Gläubiger zustimmen müssen und der letztlich eine Entschuldung und nachhaltige Fortführung des Unternehmens ermöglicht. Eigenverwaltung und Insolvenzplan spielen inzwischen in der deutschenSanierungs- und Restrukturierungslandschaft eine nicht mehr wegzudenkende Rolle.

 

(Quelle: https://app.insolvenz-portal.de/Nachrichten/kunststoffverarbeitung-reich--sanierung-ueber-insolvenzplan-erfolgreich-abgeschlossen/15131/)

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