Sanierer im Eigenverwaltungsverfahren

Was sind die Aufgaben des Sanierers

Im ESUG-Verfahren (Eigenverwaltungsverfahren nach „§ 270 a + b InsO“) übernimmt der Sanierer wesentliche Aufgaben, die im herkömmlichen Insolvenzverfahren durch den Insolvenzverwalter durchgeführt worden sind. Aufgrund dessen muss der Sanierer über umfangreiche Kenntnisse der Insolvenzabwicklung verfügen. Üblicherweise verfügt der Unternehmer nicht über fachliches und juristisches Wissen im Bereich der Abwicklung eines Eigenverwaltungsverfahrens. Da es in der Eigenverwaltung bestimmte Vorgaben gibt, die einzuhalten sind, ist es wichtig, dass diese Aufgabe von jemandem übernommen wird, der über genau dieses juristische Wissen und diese Erfahrung verfügt. 
  
Darüber hinaus jedoch benötigt der Sanierer das betriebswirtschaftliche Know-how, ein Unternehmen operativ und strategisch nachhaltig zu sanieren, um die Ursachen der Unternehmenskrise zu beseitigen. Nach dem Eigenverwaltungsverfahren soll das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig sein.

 

Üblicherweise hat der Unternehmer keine Erfahrungen im Bereich der strategischen Abwicklung eines Eigenverwaltungsverfahrens. Somit fallen dem Sanierer im Eigenverwaltungsverfahren zweierlei Bereiche zu: 

Einerseits muss das Eigenverwaltungsverfahren an sich abgewickelt werden. Das heißt, dass vorgegebene Abläufe eingehalten werden müssen. Hierfür ist eine gewisse Erfahrung und juristisches Wissen notwendig, um z.B.  Gläubigerbenachteiligungen zu vermeiden, Insolvenzgeldvorfinanzierungen zu beantragen, mit Gläubigern, Lieferanten, Banken und Mitarbeitern zu sprechen, Gläubigerberichte zu schreiben und an das Gericht weiterzuleiten.

Andererseits müssen die Ursachen für die Unternehmensschieflage analysiert und abgestellt werden, damit nach der gelungenen Sanierung das Unternehmen nicht wiederum in eine wirtschaftliche Notsituation gerät. Hier gilt es beispielsweise, die Liquiditätsplanung zu kontrollieren und mit Zahlungslisten an den Sachwalter weiter zu leiten, hohe Kosten zu reduzieren.

Beide Aspekte greifen wie Zahnräder ineinander. Die Liquiditätsplanung beispielsweise dient nicht nur dem aktuellen wöchentlichen Überblick, sondern auch der Vorausschau. Die Planung erfolgt durch den Unternehmer bestenfalls für 12 Wochen im Voraus, so dass eine wirtschaftliche Entwicklung erkennbar ist. Kosten werden einzeln erfasst und erreichen somit eine Transparenz, die ohne Planung vielleicht nicht dagewesen ist. Gespräche mit Gläubigern oder Lieferanten beispielsweise können dazu führen, dass alte Strukturen aufgebrochen werden und neue, für das Unternehmen vorteilhafte, Verbindungen geknüpft werden oder auch bestehende Verbindungen intensiviert werden. Im Vordergrund steht die Sanierung des Unternehmens unter gleichzeitiger Einhaltung der juristischen Aspekte der Eigenverwaltung.

Sanierer und Unternehmer können gemeinsam Ursachenanalyse betreiben und Störfaktoren beseitigen.

Der Sanierer sollte sehr gute Kontakte zu leistungsfähigen Sachwaltern besitzen, da der Sachwalter die Aufsicht innehat. 

 

Unterstützung von einem funktionierenden Netzwerk

Gerade eine gute Kooperation zwischen Unternehmer, Sanierer und Sachwalter sind ein wichtiger Faktor für den Sanierungserfolg. All diese Voraussetzungen werden durch die Planer & Kollegen GmbH vollumfänglich erfüllt.

Die Planer & Kollegen GmbH arbeitet mit anerkannten Sachwaltern, Insolvenzverwaltern, Banken zur Vorfinanzierung von Insolvenzgeld und Steuerberatern vertrauensvoll zusammen.

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