Schutzschirmverfahren der Prozess in acht Stufen

Die Eigenverwaltung respektive der Schutzschirm kann bei guter Vorbereitung innerhalb von drei Monaten abge­schlossen sein. Dies läuft in folgenden acht Schritten ab:

1. Der Restrukturierungsplan für das Verfahren

Um im Verfahren schnell zu sein, sind ein gut vorbereiteter Plan und Vorgespräche mit den wesentlichen Stakeholdern von immensem Vorteil.

2. Der Insolvenzantrag

Der Schuldner, also der Unternehmer, beantragt die Eigen­verwaltung schriftlich beim Amtsgericht mit dem Vorschlag für die Sachwaltung und den vorläufigen Gläubigerausschuss.

3. Der vorläufige Gläubigerausschuss

Je nach Größe des Unternehmens und seiner Struktur kann oder muss das Insolvenzgericht einen Gläubigerausschuss bestellen. Er hat die Funktion, zu überwachen und zu unterstützen.

4. Gutachter

Das Gericht prüft, ob die Eigenverwaltung zulässig ist. Das beinhaltet beispielsweise auch die Prüfung, ob die Verfahrenskosten gedeckt sind. Hinweis: Eine Insolvenz ist teuer. Berater, Verfahrens- und Restrukturierungsaufwendungen summieren sich schnell auf fünfstellige Beträge. Dafür erhält man das Insolvenzausfallgeld und rechtliche Erleichterung. Diese Aufgabe übernimmt die Sachwaltung.

5. Insolvenzeröffnung

Das Gericht eröffnet in der Regel nach Ablauf von drei Monaten das Verfahren. Die Verfügungsbefugnis bleibt beim Unternehmer.

6. Gläubigerversammlung

Die Geschäftsführung legt die Situation gegenüber den Gläubigern transparent dar und stellt die Möglichkeiten der Neuausrichtung vor.

7. Abwicklungsphase

Die Beschlüsse der Gläubigerversammlung werden realisiert, das Vermögen wird verwertet.

8. Aufhebung

Das Gericht hebt das Verfahren später wieder auf.