iProof GmbH: Optimistisch in die Zukunft


iProof GmbH: Optimistisch in die Zukunft


Amtsgericht bestätigt Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung

 

Die iProof GmbH aus Utting am Ammersee geht in die Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung). Den entsprechenden Antrag hat das Amtsgericht Augsburg am 10. Juli 2018 bestätigt. Zur fachgerechten Begleitung wurde Sanierungsexperte Thomas Planer (Planer & Kollegen GmbH, Landsberg) mit an Bord geholt.

 

Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) trat vor sechs Jahren in Kraft. Ziel der neuen Verordnung: Am Ende einer Insolvenz in Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung) sollen betroffene Unternehmen erfolgreich saniert sein und wieder auf eigenen Beinen stehen. Thomas Planer: „Wir freuen uns, dass das Gericht unserer Einschätzung gefolgt ist und den Antrag auf Eigenverwaltung bestätigt hat.“ So sei es möglich, den in Schieflage geratenen Anbieter für industrielle Dienstleistungen im Bereich der Qualitätssicherung und Nachbearbeitung wieder vollständig zu sanieren. Die Eröffnung des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens durch das Amtsgericht stimmt ihn dabei äußerst optimistisch: Sie zeigt, dass iProof nicht nur als sanierungswürdig, sondern auch als sanierungsfähig eingeschätzt wird. Planer weiter: „Gemeinsam werden wir den gesamten Betrieb auf den Kopf stellen, Prozesse durchleuchten und neu definieren – und die iProof GmbH wieder fit machen für eine sichere Zukunft.“

 

Der Fokus des Verfahrens wird auf der Sanierung und dem Fortbestand des Unternehmens liegen. Durch die modernisierte Insolvenzordnung und die damit verbundene Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung in vollem Umfang handlungsfähig. Das Besondere an der Insolvenz in Eigenverwaltung ist, dass – anders als bei einer Regelinsolvenz – kein externer Insolvenzberater ins Haus kommt. In dieser Funktion agiert vielmehr die Geschäftsleitung. Das bedeutet konkret für die iProof GmbH: Der Betrieb wird vollumfänglich aufrechterhalten, die Kunden bedient, Lieferanten bezahlt.

 

Hintergrund:

 

Massive Re- und Umstrukturierungen bei einzelnen Großkunden haben seit Mitte 2017 zu einem Umsatzrückgang in einer Größenordnung von 80 Prozent bei der iProof GmbH geführt. Teilweise konnten die Umsatzrückgänge durch die Neugewinnung von Kunden kompensiert werden, parallel stattfindende Zahlungsausfälle verschärften die Situation. Auch Kostensenkungsprogramme, Neukundenaquise und Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung konnten die in Schieflage geratene iProof GmbH letztlich nicht stabilisieren.

 

 

iProof GmbH

 

Die iProof GmbH (www.iproof.eu) wurde 2008 über ein SpinOff aus der Automobilzulieferindustrie heraus von Peter Dörfler und Bernd Weyrauch gegründet. Als zunächst kompetenter Partner für die

Automobilindustrie und deren Zulieferer, hat sich iProof zu einem branchenübergreifenden, verlässlichen Partner im In- und Ausland entwickelt. Immer im Fokus: die Maximierung des Kundennutzens.

Heute verfügt der Ansprechpartner für klassische Nacharbeit und Qualitätssicherung im industriellen Umfeld über 28 Mitarbeiter und hat seinen Sitz im bayerischen Utting am Ammersee.

 

Eigenverwaltung nach § 270a InsO

 

Die Eigenverwaltung nach § 270a InsO ist ein Instrument zur Sanierung und Restrukturierung. Es kann zum Einsatz kommen, wenn eine Insolvenz nicht mehr zu vermeiden ist, das Unternehmen gleichwohl über

einen fortführungswürdigen Geschäftsbetrieb und eine konkrete Perspektive verfügt. Die Eigenverwaltung bedeutet, dass der Schuldner die Verfügungsgewalt und Finanzhoheit über sein Unternehmen behält und insoweit Herr des Geschehens bleibt – anders als im herkömmlichen Insolvenzverfahren, in dem die Unternehmensführung die Kontrolle an den Insolvenzverwalter abgibt. Bei der Eigenverwaltung agiert der Unternehmer selbst als Insolvenzverwalter. Meist verfügen diese jedoch nicht über das nötige Know-How – hier kommt der Sanierungs- und Insolvenzverwalter ins Spiel. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung geht er auf Gläubiger, Banken und Partner zu, um alle Beteiligten sowie das Insolvenzgericht in den Prozess einzubinden. Professionalität, Kompetenz und Transparenz in der Durchführung sorgen für Vertrauen – die wichtigste Säule für eine letztlich erfolgreiche Sanierung.

 

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