PRESSEMITTEILUNG!


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POLIGRAT GmbH: Gut gerüstet für die Zukunft

 

Gericht bestätigt Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung

 

Die POLIGRAT GmbH aus München stellt die Weichen für die Zukunft und geht in die Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung) – den entsprechenden Antrag hat das Amtsgericht am 22. Juni 2018 bestätigt. Mit dieser Nachricht wenden sich Siegfried Pießlinger-Schweiger und Miriam Khalifi-Blümel, beide vertretungsberechtigte Geschäftsführer, nun an die Öffentlichkeit. Unterstützt werden die Spezialisten für Oberflächentechnik dabei von der Unternehmensberatung Planer & Kollegen GmbH aus Landsberg, die sie auf Empfehlung ihres Steuerberaters zur fachgerechten Begleitung der Sanierung an Bord geholt haben.

 

Sanierungsexperte Thomas Planer: „Wir freuen uns, dass das Amtsgericht unserer Einschätzung gefolgt ist und den Antrag auf Eigenverwaltung bestätigt hat.“ Auf diese Weise sei es möglich, das in Schieflage geratene Unternehmen wieder vollständig zu sanieren. Planer weiter: „Der Beschluss zeigt: Die POLIGRAT GmbH ist nicht nur sanierungswürdig, sondern auch sanierungsfähig.“ Dies sei unter anderem dem schnellen und weitsichtigen Handeln der Geschäftsführung zu verdanken. Denn entscheidend für die Eigenverwaltung sei, dass sich ein Unternehmen Hilfe holt, „sobald das erste ‚Schlingern‘ zu spüren ist“. Bei der Insolvenz in Eigenverwaltung kommt, anders als bei einer Regelinsolvenz, kein externer Insolvenzverwalter ins Haus: Im Fall von POLIGRAT wird Klaus Ziegler, Unternehmensberater und Sanierungsexperte der Planer & Kollegen GmbH, die kaufmännische Geschäftsführung während des Verfahrens übernehmen.

 

Geschäftsführerin Miriam Khalifi-Blümel zeigt sich erleichtert: „Wir haben uns diesen schweren Schritt sehr gut überlegt, blicken jetzt aber optimistisch in die Zukunft. Uns war schnell klar, dass die Insolvenz in Eigenverwaltung die einzige Möglichkeit ist, um wieder auf die Beine zu kommen und POLIGRAT zu sanieren.“ Jetzt könnte der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten und ohne Einschränkung weiter produziert werden: „Für uns bedeutet die Bestätigung des Antrags, dass die Gehälter unserer Mitarbeiter gesichert sind und wir alle aktuellen Aufträge erfüllen sowie neue Aufträge annehmen können.“ Auf dem bisherigen Weg habe das Unternehmen dabei schon viel Beistand erfahren: „Unsere Kunden und Lieferanten haben allesamt sehr positiv reagiert und ihre Unterstützung angeboten. Das zu wissen, tut unglaublich gut und bekräftigt uns in unserem Weg.“ Zielsetzung der Sanierung ist auch die Festigung der Position als führendes Technologieunternehmen. Geschäftsführer Siegfried Pießlinger-Schweiger: „Wir haben das Verfahren auch dazu angestrengt, neue Investoren zu finden und würden den Einstieg eines synergetisches Investors natürlich begrüßen.“

 

Die Chancen, dass es für POLIGRAT zu einem erfolgreichen Abschluss der Eigenverwaltung kommt, schätzt Thomas Planer sehr positiv ein: „Als Anbieter von chemischer Oberflächenbearbeitung verfügt POLIGRAT in meinen Augen über ein technisches Alleinstellungsmerkmal.“ Schon allein die vollen Auftragsbücher würden zeigen, dass die Zukunftschancen des Unternehmens groß sind: „Gemeinsam werden wir den gesamten Betrieb auf den Kopf stellen, Prozesse durchleuchten und neu definieren – und POLIGRAT wieder fit machen für eine sichere Zukunft.“ Das mittelständische Unternehmen war in Schieflage geraten, als es sich über eine Tochtergesellschaft im Ausland engagiert hat und Fehler, die dort passiert sind, die Muttergesellschaft über Gebühr belastet haben.

 

 

POLIGRAT GmbH: Mehr Wert durch Oberflächentechnik

 

POLIGRAT (www.poligrat.de) ist seit über 60 Jahren spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Anwendung von Verfahren zur chemischen und elektrochemischen Veredelung von Metalloberflächen. Ursprünglich gegründet als Entwicklungslabor für Elektropolierverfahren, hat sich das Unternehmen heute zu einem international führenden Systemanbieter entwickelt. POLIGRAT-Verfahren werden weltweit erfolgreich eingesetzt für Oberflächen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität und Aussehen entsprechen müssen und deren Herstellung wirtschaftlich und betriebssicher erfolgen muss. Die Umsetzung erfolgt durch die Lieferung schlüsselfertiger Verfahren und Einrichtungen einschließlich Anlagen und Chemikalien oder durch die Anwendung der Verfahren als Dienstleistung in eigenen Lohnbetrieben und vor Ort beim Kunden. POLIGRAT-Verfahren wurden unter anderem beim Bau des Münchner U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum angewendet. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 160 Mitarbeiter und hat in Deutschland Betriebe an vier Standorten sowie zwei in Frankreich und jeweils einen in England, Ungarn und der Schweiz. Die Zentrale der Gruppe befindet sich in München.

 

Planer & Kollegen GmbH: Expertise und Beratung

 

Die Planer & Kollegen GmbH (www.planerundkollegen.de) ist eine der führenden Unternehmensberatungen mit dem Schwerpunkt Sanierungsberatung in Deutschland. Die von Thomas Planer 1988 gegründete Firma gibt inhabergeführten, kleinen und mittelständischen Unternehmen praxisorientierte Hilfe. Als Experten für die so genannte „Insolvenz in Eigenverwaltung nach § 270a InsO“ haben die Sanierungsberater bundesweit eine der ersten nach diesem Verfahren durchgeführten Sanierungen begleitet und sich seither erfolgreich darauf spezialisiert. Seit Inkrafttreten des ESUG im Jahr 2002 führte die Planer & Kollegen GmbH über 70 Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich durch und ist somit einer der erfolgreichsten Sanierer in Deutschland.

 

Eigenverwaltung nach § 270a InsO: Hintergrund

 

Die Eigenverwaltung nach § 270a InsO ist ein Instrument zur Sanierung und Restrukturierung. Es kann zum Einsatz kommen, wenn eine Insolvenz nicht mehr zu vermeiden ist, das Unternehmen gleichwohl über einen fortführungswürdigen Geschäftsbetrieb und eine konkrete Perspektive verfügt. Die Eigenverwaltung bedeutet, dass der Schuldner die Verfügungsgewalt und Finanzhoheit über sein Unternehmen behält und insoweit Herr des Geschehens bleibt – anders als im herkömmlichen Insolvenzverfahren, in dem die Unternehmensführung die Kontrolle an den Insolvenzverwalter abgibt. Bei der Eigenverwaltung agiert der Unternehmer selbst als Insolvenzverwalter. Meist verfügen diese jedoch nicht über das nötige Know-how – hier kommt der Sanierungs- und Insolvenzverwalter ins Spiel. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung geht er auf Gläubiger, Banken und Partner zu, um alle Beteiligten sowie das Insolvenzgericht in den Prozess einzubinden. Professionalität, Kompetenz und Transparenz in der Durchführung sorgen für Vertrauen – die wichtigste Säule für eine letztlich erfolgreiche Sanierung.

 

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