ZInsO: LG Stade sieht keine Verpflichtung zu einem M&A Prozess in der Eigenverwaltung


ZInsO: LG Stade sieht keine Verpflichtung zu einem M&A Prozess in der Eigenverwaltung


Die Eigenverwaltung hat sich, bei sanierungsfähigen und sanierungswürdigen Unternehmen längst zur besseren Alternative zur Regelinsolvenz entwickelt. Wermutstropfen für viele Unternehmer, die mit dem Werkzeugkasten des Insolvenzrechts sanieren wollten war jedoch die Verpflichtung zu einem sogenannten Dual-Track-Verfahren, als der „Zwang“, das Unternehmen als Ganzes oder zumindest eine Beteiligung anbieten zu müssen. Dieses Zwang hat nun das LG Stade mit dem Beschluss v. 29.12.2017 7T 151/17 gekippt. Insbesondere würdigt das Gericht auch den Umstand, dass das schuldnerische Unternehmen in einem M&A Prozess empfindliche Informationen auch an Wettbewerber liefern muss und somit die Fortführung des Unternehmens durch diese legalisierte „Betriebsspionage“ gefährdet sein könnte.

 

Damit stärkt das LG Stade die Eigenverwaltung und setzt konsequent um, was der Gesetzgeber mit der Eigenverwaltung initiiert hat, die frühe Anmeldung der Insolvenz (in Eigenverwaltung) und die Nutzung der InsO als wirksames Sanierungsinstrument.

 

Den kompletten Aufsatz, erschienen in der ZInsO 11/2018, 668, Carl Heymanns Verlag/Wolters Kluwer Deutschland, können Sie hier nachlesen:

ZInsO 11/2018 - Keine Pflicht des eigenverwaltenden Schuldners zu Dual-Track-Prozess

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