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Krisenmanagement für Unternehmen in der Corona Krise

Corona und Insolvenz wird derzeit häufig in einem Atemzug genannt. 
Ein strukturiertes Krisenmanagement in der Corona-Krise kann helfen. 
Wir unterstützen Sie weiterhin und beraten Sie zu Maßnahmen sowie Förderprogrammen!

Sehr geehrte Mandanten, Sehr geehrte Sachwalter,

wir alle sind von der Corona-Krise betroffen. Es ist eine der größten gesundheitlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. 
Diese zwingt uns zu verschiedenen Maßnahmen. Zum einen, um die Leistungsfähigkeit unserer Sanierungskanzlei zu erhalten. Und zum anderen, auch Ihre und unsere Gesundheit zu erhalten. Dadurch können Sie weiterhin auf unsere Unterstützung in der Corona-Krise zählen.

Sie können sich auf uns verlassen. Wir sind weiter für Sie da. Ihre Ansprechpartner und Kontakte bleiben dieselben wie bisher.

Aktuell möchten wir Sie über Ihre Möglichkeiten in der Corona-Krise informieren. Gerne helfen wir Ihnen bei Beantragung von Kurzarbeit oder Hilfsgeldern.

Kontakt aufnehmen

Kurzarbeit in Corona Zeiten Informationen zur Kurzarbeit

Der Zugang zu Kurzarbeitergeld wurde aufgrund von Corona erleichtert. Es kann rückwirkend ab dem 01. März 2020 beantragt werden.

Bitte beachten Sie:

  • Kurzarbeit kommt nur in Betracht, wenn alle anderen zumutbaren Mittel zur Abwendung des Arbeitsausfalls ergriffen wurden. Dazu zählt z.B. auch die vorrangige Gewährung von Erholungsurlaub. Oder die Erbringung evtl. vorhandener Arbeitszeitguthaben. Bis zu welchem Teil Urlaub und Überstunden abzubauen sind, können sie unter diesem Link auf der Website der Agentur für Arbeit entnehmen.
     
  • Kurzarbeit ist die Verkürzung der Arbeitszeit mit entsprechender Entgeltkürzung. Sie kann nicht ohne Weiteres einseitig durch den Arbeitsgeber angeordnet werden. Hierzu muss zunächst eine rechtliche Grundlage vorhanden sein.
     
  • Die Möglichkeit zur Anordnung von Kurzarbeit muss im einzelnen Arbeitsvertrag vereinbart worden sein. Alternativ greift auch die Betriebsvereinbarung. Oder in einem anzuwendenden Tarifvertrag. Unternehmer sollten also überprüfen, ob eine Rechtsgrundlage für die Verringerung der Arbeitszeit mit entsprechender Entgeltkürzung besteht. Oder ob möglicherweise noch kurzfristig eine solche Regelung mit den einzelnen Arbeitnehmern vereinbart werden kann.
     

Aufschieben von Steuerzahlungen Informationen zur Stundung von Steuerzahlungen

Die sogenannte Stundung nach §220 AO kann auch für Unternehmen im §270a InsO-Verfahren gestellt werden. Sie kann entweder mit der direkten oder indirekten Auswirkung des ausgerufenen Katastrophenfalls begründet werden. 

Bitte beachten Sie: 

  • Der Antrag auf Stundung ist mit der Anmeldung zur Steuer abzugeben.
     
  • Das Unternehmen muss direkt oder unmittelbar betroffen sein.
     
  • Steuervorauszahlungen fallen nicht darunter. Es muss ein Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlung gestellt werden.

Erfolgreiches Krisenmanagement für Corona Soforthilfe Antrag in der Corona Krise

Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden. Voraussetzung ist, dass diese eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben. Sollte es sich um ein verbundenes Unternehmen handeln, ist hinsichtlich des Liquiditätsengpasses auf das Gesamtunternehmen abzustellen. 

Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist. Es können in diesem Falle z.B. keine laufenden Verpflichtungen gezahlt werden. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen. 

Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass der Antragssteller an Eid statt versichern muss, alle Angaben im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht zu haben.

Weitere Informationen zum Soforthilfeeintrag finden Sie hier.

Aufschieben von Sozialversicherungsbeiträgen Informationen zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Wann können Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden?

Die Möglichkeit einer Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist in §76 Abs.2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV geregelt. Danach dürfen Ansprüche auf den gesamten Sozialversicherungsbeitrag gestundet werden. Aber nur, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. 

Eine erhebliche Härte für das Unternehmen ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet. Oder im Falle der sofortigen Einziehung in Zahlungsschwierigkeiten befindet. Oder aber im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde.

Eine Stundung darf allerdings nicht gewährt werden, wenn eine Gefährdung des Anspruches eintreten würde. Das ist der Fall, wenn Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind. Oder, wenn eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann.

Die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge erfordert aber ein qualifiziertes Sanierungskonzept.

Die Stundung setzt einen entsprechenden Antrag des Unternehmens voraus, wobei das Vorliegen der o.g. Voraussetzungen zu belegen ist. Über den Stundungsantrag entscheiden die Krankenkasse als zuständige Einzugsstelle nach pflichtgemäßem Ermessen. 
 

Corona Krisenmanagement für Unternehmen Fördermittelprogramme und Bürgschaften der Fördermittelbanken

Benötigen auch Sie ein Krisenmanagement für die Corona-Krise?

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus folgende Unterstützungen zur Verfügung:

  • Darlehensprodukte der LfA Förderbank Bayern
  • Darlehensprodukte der KfW 
  • verschiedene Bürgschaftsprogramme

Der Freistaat Bayern stellt mit einer Erhöhung der Rückbürgschaften sicher, dass die LfA Förderbank Bayern zusätzliche Risiken übernehmen kann.

Ziel der Finanzierungshilfen in der Corona-Krise

Primäres Ziel ist die Bereitstellung zusätzlicher Liquidität. Sie soll es den Unternehmen ermöglichen, die schwierige Zeit zu überbrücken und sich zu stabilisieren. 

Corona Finanzierungsvoraussetzung

Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell. Außerdem notwendig ist die Bereitschaft der Hausbanken, die nachfolgenden Angebote in die Gesamtfinanzierung einzubinden.

Schutzschirm zum Corona-Krisenmanagement

Im Zuge der Fördermittelprogramme wurde aufgrund der Corona-Krise zusätzlich ein Schutzschirm zur Krisenunterstützung geschaffen. Hierzu wurde das Förderinstrumentarium der LfA Förderbank Bayern für alle Anträge, die ab dem 17. März 2020 gestellt werden, bis auf Weiteres geändert:

  • LfA-Bürgschaften: Der maximale Bürgschaftssatz für Betriebsmittel-, Rettungs- und Umstrukturierungsbürgschaften sowie Konsolidierungsdarlehen wird von 50 Prozent auf 80 Prozent angehoben. Zudem genügt es als Voraussetzung für eine Betriebs¬mittel¬bürgschaft, dass ein mittelständisches Unternehmen aktuelle Liquiditätsprobleme hat. Bislang konnten Betriebsmittelkredite nur in besonderen Fällen im Zusammenhang mit Konsolidierungen verbürgt werden. z. B. bei erhöhtem Betriebsmittelbedarf 
     
  • Universalkredit mit Haftungsfreistellung: Der Haftungsfreistellungssatz beim Universalkredit wird von 60 Prozent auf 80 Prozent angehoben. Zudem werden die Haftungsfreistellungen beim Universalkredit für größere Unternehmen mit bis zu 500 Millionen Euro Konzern¬umsatz geöffnet. Bisher konnten nur kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler eine Haftungsfreistellung erhalten. Außerdem werden für haftungsfreizustellende Darlehensbeträge bis zu 4 Millionen Euro geöffnet. Diese beliefen sich bisher auf bis zu 2 Millionen Euro.
     
  • Akutkredit:  Auf die Erstellung eines Konsolidierungskonzepts wird verzichtet. Unabhängig von der Höhe des beantragten Akutkredits. Sofern die Hausbank bestätigt, dass akute Liquiditätsschwierigkeiten infolge der Corona-Auswirkungen (und damit ein akzeptierbarer Konsolidierungsanlass) vorliegen. Sie muss ebenfalls bestätigen, dass sie die eingeleiteten bzw. geplanten Konsolidierungsmaßnahmen mitträgt.
     
  • Ausweitung des vereinfachten Verfahrens für alle Haftungsfreistellungen. Nun auch für Bürgschaften: Um die Antragsprozesse bei den Haftungsfreistellungen und LfA-Bürgschaften zu beschleunigen wird bis auf Weiteres der Schwellenwert von derzeit 250.000 Euro auf 500.000 Euro angehoben. Des Weiteren wird ein vereinfachtes Verfahren der Risikoprüfung angewendet. Damit sollen die Antragsprozesse für Unternehmen und Freiberufler schneller zugänglich gemacht werden. Aufgrund dessen müssen für diese Fälle weniger Unterlagen eingereicht werden. Es wird z. B. wird auf die Bilanzeinreichung sowie die Anlagen „persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse“ verzichtet.

Wir unterstützen Sie selbstverständlich bei Antragstellungen zu Unterstützungen in der Corona-Krise. Auch bei der Erstellung von Sanierungsgutachten oder Sanierungskonzepten stehen wir Ihnen im Krisenmanagement zur Seite. Bei Unsicherheiten zur Liquiditätslage oder des Liquiditätsbedarfes stehen wir Ihnen ebenfalls gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße und bleiben Sie vor allem gesund,

Ihr Planer & Kollegen Team.