Logo des Modehaus Schmederer

Modehaus Schmederer Alles auf Anfang

Presseinformation vom 28. Januar 2019

Ziel ist die vollständige Sanierung des Traditionsunternehmens.

Modehaus Schmederer aus Mühldorf am Inn geht in die Eigenverwaltung - Sanierungsexperten der Planer & Kollegen GmbH werden Prozess insolvenzrechtlich begleiten. Ziel ist die vollständige Sanierung des Traditionsunternehmens.  
 
Gute Nachrichten aus Mühldorf am Inn: Das ortsansässige Modehaus Schmederer geht in die Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung) und kann sich wieder vollständig sanieren. Den entsprechenden Antrag hat das Amtsgericht Mühldorf am Inn am 28. Januar 2019 bestätigt. Als gerichtlich bestellter vorläufiger Sachwalter ist Dr. Alexander Fridgen von der Kanzlei SPLIEDT Rechtsanwälte (Traunstein) mit an Bord, Thomas Planer, Sanierungsexperte und Geschäftsführer der Planer & Kollegen GmbH (Landsberg), wird den Prozess insolvenzrechtlich begleiten. Auch er zeigt sich hochzufrieden mit der Bestätigung der Eigenverwaltung: „Der Beschluss des Amtsgerichts macht deutlich, dass unser Mandant nicht nur sanierungswürdig sondern auch sanierungsfähig ist. Wenn wir jetzt alle an einem Strang ziehen und das Verfahren gemeinsam und stringent bestreiten, steht dem Modehaus Schmederer eine erfolgreiche Zukunft bevor.“

Instrument zur Sanierung und Restrukturierung

Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung) ist ein Instrument zur Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen. Anders als bei der Regelinsolvenz bleibt die Unternehmensführung Herr des Geschehens und führt eigenverantwortlich das Sanierungsverfahren. Für Planer hat der richterliche Beschluss deshalb zur Folge, dass das Unternehmen erhalten bleibt und die Löhne der der letzten drei Monate gesichert sind.

Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen

Das in der dritten Generation geführte Familienunternehmen (www.modehaus-schmederer.de), das derzeit um die 50 Mitarbeiter beschäftigt, ist aufgrund einer überall zu beobachtenden Entwicklung im Einzelhandel in finanzielle Schieflage geraten: Umsatzrückgänge durch die wachsende Konkurrenz des Online-Handels. Thomas Planer weiter: „Im Rahmen der Sanierung werden wir gemeinsam mit Geschäftsführer Christian Rädecke insbesondere das stationäre Konzept und die Kostenstrukturen des Modehauses genauer unter die Lupe nehmen und analysieren, wie wir diese zukunftsträchtig überarbeiten können.“ Denn eines ist für den Sanierungsexperten klar: „Der Prozess ist zu keinem Zeitpunkt als das Ende des Modehauses Schmederer zu sehen, sondern vielmehr als Standortbestimmung und wichtiger Schritt hin zu einer Neuausrichtung.“ Als Grundsteine des Erfolgs im laufenden Verfahren wertet Planer eine offene Kommunikation mit allen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie die konsequente Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen.