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Das Insolvenzverfahren ist eröffnet Augsburger Allgemeine vom 07.03.2019

Jetzt steht fest, wie es mit dem Traditionsunternehmen weitergeht. Trotz der Krise gibt es gute Nachrichten für die Landsberger Busfirma.

Das Amtsgericht Augsburg hat jetzt das im Dezember beantragte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für das Landsberger Busunternehmen Eduard Eisele GmbH & Co. KG offiziell eröffnet. Geschäftsführer Thomas Eisele wird dazu in einer Pressemitteilung zitiert: „Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens freut uns sehr. Nicht zuletzt dank dieser Entscheidung schauen wir sehr optimistisch in die Zukunft. Wir sind sehr froh, den Sanierungsexperten Thomas Planer an unserer Seite zu haben.“

Der Sanierungsexperte Planer zeigt sich ebenfalls erfreut: „Die Verfahrenseröffnung des Amtsgerichts zeigt, dass die Firma Eduard Eisele nicht nur als sanierungswürdig, sondern auch als sanierungsfähig eingeschätzt wird. Gemeinsam werden wir den gesamten Betrieb nun weiter auf den Kopf stellen, Prozesse durchleuchten und neu definieren – und Eisele wieder fit machen für eine sichere Zukunft.“ Durch die modernisierte Insolvenzordnung und die damit verbundene Eigenverwaltung bleibe die Geschäftsleitung, die Familie Eisele in vollem Umfang handlungsfähig, ein externer Insolvenzverwalter komme nicht ins Haus.

Kurz vor Weihnachten hatte sich das Busunternehmen aus dem Linien- und Schulbusverkehr zurückgezogen, um sich nur noch dem Reise- und Touristikverkehr zu widmen. Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahmen habe die Firma beispielsweise ihr Reiseprogramm aufgestockt und zwei Neuheiten mit in ihr Angebot aufgenommen, die schon jetzt erste Erfolge aufwiesen: zum einen Halbtagesfahrten und Tagesfahrten, zum anderen geführte Radtouren mit Verleih-E-Bikes.

So sieht das neue Angebot aus

Geschäftsführer Thomas Eisele: „Insbesondere unsere Halbtages- und Tagesfahrten, die seit diesem Jahr im Programm stehen und die wir einmal im Monat anbieten, stoßen bei unseren Kunden auf sehr positive Resonanz und werden sehr gut angenommen.“ Generell sei festzustellen, dass ein Großteil der Kunden dem Unternehmen trotz der Insolvenz die Treue gehalten habe. So sind laut Eisele auch schon jetzt mehr Buchungen eingegangen als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr: „Unsere Kunden halten uns die Stange.“

Wer sich von dem Familienunternehmen selbst ein Bild machen möchte, kann sich schon jetzt den 6. April vormerken. Dann findet auf dem Eisele-Gelände an der Von-Kühlmann-Straße zum zweiten Mal nach 2018 der so genannte „Tag der Reise“ statt. An diesem Tag der offenen Tür sind alle Interessierten herzlichen eingeladen, sich die Eisele-Busflotte anzusehen, mit den Busfahrern ins Gespräch zu kommen oder eines der zahlreichen Eisele-E-Bikes auszuprobieren.